Letzte Aktualisierung: 13. Jan. 2019 14:04:07
14:03
Die Versammlung endet nun, danke für das Interesse.
14:00
Verschiedenes... Angeblich verwende die Sportschau einen alten Adler. Preußens Medienverantwortlicher Marcel Weskamp weist darauf hin, dass der korrekte Adler immer wieder verschickt werde. "Wir hoffen, dass sich das irgendwann ausschleicht."

Aber man habe natürlich nur einen begrenzten Einfluss auf die Verwendung, so Weskamp.
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13:58
Noch eine Anregung von Dirk Müller: Einmal im Jahr solle eine Art "Vereinsfest" stattfinden. Applaus aus dem Publikum.

Burkhard Brüx weist darauf hin, dass so etwas bereits in Planung sei. Applaus und fertig.
13:56
Noch eine Anregung von Dirk Müller: Die Fans müssten bei der Stadionplanung mitgenommen werden. Er will, dass Räumlichkeiten in einem umgebauten Stadion geschaffen werden, damit sich Vereinsmitglieder oder Fans dort treffen können - vor und nach den Spielen. Das solle in die Planung aufgenommen werden.

Antwort des Präsidiums: Man werde das zustimmend zur Kenntnis nehmen.
13:55
Sonstige Anträge

Dirk Müller hat einen Antrag: Er möchte zudem die korrekten Farbnummern der Vereinsfarben in der Satzung stehen haben. Derzeit sind "nur" die Farben "schwarz-weiß-grün" in der Satzung enthalten.

Das scheint hier etwas zu detailliert zu werden... und dass Gemurmel deutet an, dass dieser Antrag keine Mehrheit findet.

Antrag wird abgelehnt
13:42
Nächster Antrag: Auch dieser von Horst Kisnat. Es geht um die Frage, wann der Termin für die JHV bekanntgegeben wird - mit Blick auf Satzungsanträgen, die der Einladung ja beigefügt werden sollen.

Einfache Lösung: Der Termin für die JHV soll früher festgelegt werden und "zwei Monate" vorher auf der Homepage veröffentlicht werden.

Bernhard Niewöhner weist darauf hin, dass der DFB Spieltage erst kurzfristig festlegt und die Terminierung der JHV dadurch schwierig werden könnte. Allerdings wäre das ja durch den vorherigen Antrag erledigt - denn dann könnte die JHV ja immer im Januar stattfinden. Egal.

Es deutet sich an, dass dieser Punkt nicht in die Satzung aufgenommen wird.

Entscheidung: Antrag wird nicht aufgenommen.
13:39
Nächster Antrag

Horst Kisnat will einige Änderungen in der Satzung vornehmen. Es geht um Einladungsfristen und Art der Bekanntgabe von Terminen.

Beispiel: Kisnat regt an, die JHV nicht "6", sondern spätestens "7" Monate nach Ende des Geschäftsjahres stattfinden zu lassen. Das würde die Terminlage vor Weihnachten deutlich entzerren und diesen Januartermin "legal" machen.

Antrag wird mit großer Mehrheit angenommen.
13:33
Jetzt geht es um Satzungsänderungen

Vorschlag 1: Das Vereinslogo (Adler) soll mit einem Bild in die Satzung aufgenommen werden. Hintergrund: Nur die Mitglieder sollen entscheiden dürfen, wann und wie das Vereinslogo aussehen soll.

Es geht nun um eine Änderung, dass der Adler "wesentlicher Bestandteil" des Vereinswappens sei. Der Applaus deutet an, dass die Mitglieder hier wohl mitgehen würden.

Und die Abstimmung:

Überwältigende Mehrheit für die Änderung. Der Adler kommt als Bild in die Vereinssatzung und kann künftig nur durch Mitgliederentscheid geändert werden.
13:29
Sicking kritisiert die Montagsspiele in der 3. Liga, denen ja auch der SCP zugestimmt hatte. "Für uns bleibt der Samstag der Regelspieltag."

Fans und Stimmung seien grundsätzlich für Sponsoren wichtig - auch wenn derzeit im Preußenstadion keine organisierte Stimmung existiere.

Sicking wirbt dafür, dass der Stadionumbau auch durch Fans mitgestaltet werde. Das Fanprojekt habe sich bewusst aus der Stadiondebatte herausgehalten, weil auch das Stimmungsbild der Fans und Mitglieder unterschiedlich sei. Eine Demonstration in der Stadt habe man verworfen.

Sicking verweist auf die sportliche Konkurrenz von Paderborn, Darmstadt und Co. Auch dort sei mit vergleichbaren Mitteln erfolgreich gearbeitet worden.

"Lasst uns alle gemeinsam nach vorn schauen und den SCP wieder positiv in die Öffentlichkeit bringen."
13:26
Benny Sicking vom Fanprojekt erzählt, wie das vergangene Jahr lief.

Sicking lobt zunächst die Maßnahme, den Fanbeirat ins Präsidium aufzunehmen. "Wir tauschen uns mit Burkhard Brüx fast wöchentlich aus, das läuft prima." Man wünsch siche, dass die Arbeit von Burkhard Brüx auch im Vorstand ernstgenommen werde.

Man freue sich über weitere Ausgaben des Fanstammtisches, so Sicking.
13:25
Vier Gegenstimmen, aber überwältigende Mehrheit für die Entlastung des Vorstands. Applaus.
13:21
Keine Fragen aus dem Publikum an Frank Westermann.

Nun der kurze Bericht des Revisionsauschusses - für den Verein, versteht sich. Fazit: Alles tippitoppi. Daher die Empfehlung zur Entlastung des Vereinsvorstands. Applaus.
13:20
Zum Stadion findet Westermann klare Worte. "Plan B" werde jetzt mit aller Kraft verfolgt. Der Klub habe nicht Bösensell gewollt, sondern Münster. Aber das sei von der Ratsmehrheit eben nicht gewünscht gewesen.

Nun werde eben Plan B mit aller Kraft verfolgt. In der kommenden Woche werde das Projektteam gegründet. Und man werde die Stadt nicht aus der Verpflichtung entlassen, so Westermann.

Damit schließt Westermann seinen Bericht.
13:01
Bericht des Aufsichtsratsvorsitzenden

Frank Westermann tritt ans Pult. Er berichtet von einer konstruktiven Arbeit im Gremium. Auch er zeichnet noch einmal die "erheblichen Probleme" im Nachlizenzierungsverfahren des vergangenen Geschäftsjahrs. Das "war nicht vergnügungssteuerpflichtig".

Westermann verweist noch einmal auf ein Darlehen von Walther Seinsch, das unglaublich wichtig gewesen sei.

Westermann betont: "Der Aufsichtsrat ist bestens bestückt mit kompetenten Personen aus Wirtschaft, Sport und auch Recht."

Auch er sagt noch einmal angesichts der "negativ beeindruckenden Zahlen", wie alternativlos die Ausgliederung gewesen sei. "Der 14. Januar 2018 hat auch gezeigt, dass eine unglaubliche Zahl von Mitgliedern aktiviert worden ist - ein großer Dank an alle, die damals erschienen und mitgestimmt haben. Auch an die, die gegen die Ausgliederung gestimmt haben. Es zeigt nämlich, dass dieser Traditionsverein lebt, auch mit unterschiedlichen Personen und Meinungen."

"Wir müssen an einem Strang ziehen, denn auch die Lizenzierung im Frühsommer wr ein große Kraftakt. Das war extrem belastend, es ist letztlich gelöst worden. Wir haben erreicht, dass der Verein auf Null gestellt wurde. Wir haben auch erreicht, dass der Verein am Grundkapital der Kapitalgesellschaft beteiligt ist. Die ersten Anzeichen sind gut, dass wir die Lage verbessern. Was uns gefehlt hat, war eine Entscheidung zum Stadion. Viele Investoren hatten ihre Beteiligung von einem bundesligatauglichen Stadion abhängig gemacht. Wir sind weiter in Gesprächen mit führenden Personen in Münsters Wirtschaft, aber wir lassen auch das Argument nicht mehr gelten, dass wir erst aufsteigen müssten."

"Es gab Angebote für Beteiligungen in exorbitanter Höhe, schon kurz nach der Ausgliederung. Das haben wir abgelehnt, weil es nicht mehr in unsere Zusagen gepasst hätte, die wir gemacht haben. Wir wollen aus der Substanz Münsters heraus das Eigenkapital stärken. Dieser Weg ist mühsam, wir können es gemeinsam schaffen."
13:00
Bericht des Ehrenrates

Hannes Pfeiffer macht es kurz. Keine Probleme, alles tutti, danke und Applaus.
12:58
Es gibt keine weiteren Fragen. Jetzt sucht der Versammlungsleiter den Aufsichtsratsvorsitzenden Frank Westermann, der kurz den Saal verlassen hat...

Derweil aktuelle Zahlen: 286 anwesende Mitglieder, 257 stimmberechtigte Mitglieder.
12:54
Ein Mitglied meldet sich, hat eigentlich keine Frage, aber ärgert sich, dass aus dem Kreise früherer Verantwortlicher nie eine ernsthafte Auseinandersetzung über die wirtschaftliche Entwicklung stattgefunden habe.

Das war gemünzt auf den früheren Hauptsponsor Thomas Bäumer. Die Kritik bringt Applaus, aber Bernhard Niewöhner weist auch darauf hin, dass Bäumer rund 10 Millionen Euro in den Verein gegeben habe. Das müsse man auch anerkennen.

Niewöhner erklärt auch, dass die Darlehen aus den Gremien so gestaltet seien, dass sie für den Klub sehr gut seien. Rückzahlungen und Zinsen seien außerordentlich gut geregelt.
12:47
Es gibt die Bitte eines Mitglieds, auf der Homepage des SCP alle Gremien und Mitglieder einmal vorzustellen, um Interessierten die Möglichkeit zu geben, sich einen Überblick zu verschaffen. Das stößt wohl auf Wohlwollen.

Christoph Strässer erwidert noch auf einen Hinweis eines anderen Mitglieds, dass man die eigenen Verknüpfungen in die Stadt noch viel besser darstellen können. Beispielsweise die Schulpartnerschaften.

"Wir tun viel Gutes, aber wir reden zu wenig darüber."
12:44
Malte Metzelder schließt seine Ausführungen. Jetzt gibt es die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Die Aussprache ist eröffnet.
12:41
Natürlich berichtet Metzelder auch über die anderen Abteilungen des SCP. Metzelder macht beispielsweise deutlich, dass gerade im Bereich der Leichtathletik eher Nachwuchsförderungen im Blick steht - nicht mehr der Spitzensport.
12:39
Metzelder: "Wir versuchen, das Budget weiter auszubauen, aber wir werden uns wohl auch in der kommenden Saison in einem ähnlichen Bereich bewegen. Wir haben kein Zukunftsproblem, sondern ein Gegenwartsproblem. Wir müssen zunächst in Steine und Strukturen investieren. Wir müssen und wollen stärker selbst ausbilden und einbinden oder auch jungen Spielern eine spannende Plattform bieten, um sich hier weiterzuentwickeln."

"Dieser Weg wird sicher ein hohes Maß an Kreativität erfordern und auch Lust, diese Spieler zu entwickeln. Wir brauchen Mitarbeiter, die Spaß haben, diesen Weg auch mit uns zu gehen."
12:34
Metzelder spricht auch über ein Nachwuchsleistungszentrum. Er stellt die Voraussetzungen. "Der Verein kann viel wollen, aber letztlich brauchen wir die Hilfe der Stadt und des Sportbundes, um die Voraussetzungen zu erfüllen."

Arne Barz werde vermutlich im März als erster Trainer des Nachwuchsbereichs als "Fußballlehrer" antreten - derzeit durchläuft er noch den Lehrgang.

Ein Nachwuchsleistungszentrum würde dem Klub bessere Chancen geben, Nachwuchsspieler zu binden oder zu verpflichten.

Der DFB habe ein hohes Interesse daran, dass der SCP ein NLZ errichte. Ein NLZ würde auch Fördergelder "im mittleren sechsstelligen Bereich" bringen. Der DFB unterstütze ja gerade den Nachwuchsbereich immer stärker.

Metzelder betont auch, dass Nominierungen der Nachwuchsspieler für Auswahlteams den Klub "sehr stolz" machten.

"Wir haben großes Interesse daran, das auszubauen, aber auch Kooperationen mit der Universität einzugehen."
12:29
Metzelder spricht aber auch über die "deutschlandweit einmalig schlechten Trainingsbedingungen."

Die Trainerteams würden diese Bedingungen aber "professionell" hinnehmen. Es sei aber Jahr für Jahr schwierig, die Juniorenteams in der Spitze zu behalten. Das sei angesichts der Konkurrenz der benachbarten Bundesliga-Teams ein Problem.
12:27
Metzelder berichtet nun aus den Nachwuchsteams und die sportliche Lage. Gerade die U23 sei als Tabellenführer in die Pause gegangen. "Hoffentlich beenden wir die Saison auch so."

"Die U23 ist sehr wichtig für uns, gerade für Spieler, die schnell im Seniorenbereich ankommen sollen."


Die U23 sei Speerspitze der Nachwuchsförderung und solle hier "forciert" werden - muss wohl heißen: Am liebsten soll das Team in der Oberliga spielen.
12:23
Metzelders Dank geht auch die Mannschaft, die das auf dem Feld habe umsetzen können.

Nun zur Saison 2018/2019. "Die Budgetsituation hat sich geändert, das hat Auswirkungen auf die Kaderplanung gehabt. Einen Spieler wie Grimaldi konnten wir nicht halten. Der Kurs war frühzeitig bekannt, wir wollten mit jungen Spielern weitermachen. Über sehr weite Strecken der Hinrunde konnten wir positiv begeistern. Auch losgelöst von den letzten Spielen vor der Pause konnten wir alle zufriedenstellen." (Applaus)

Metzelder erwähnt Jannik Borgmann als Nachwuchstalent, das schnell Anschluss gefunden habe, und Cyrill Akono, der "sehr nah dran" sei an der ersten Mannschaft.

Man hoffe nun, dass man gut aus der Pause rauskomme. Das Testspiel in Leverkusen habe gezeigt, dass man gut mithalten könne.

Das Thema Scouting müsse jetzt verbessert werden. Federführend sei hier der neue Scout Kieran Schulze Marmeling zu nennen, der den Klub schon früh unterstützt habe.
12:20
Nun spricht der sportliche Geschäftsführer Malte Metzelder. Metzelder blickt auf den Januar 2018 zurück, als der SCP in einer sportlich schwierigen Lage gestanden habe. "Wir haben das Trainerteam gewechselt."

Das Trainerteam habe den Wechsel in kurzer Zeit hinbekommen. "Unsere Entscheidung war also richtig. Am Ende konnten wir als 10. die Saison abschließen. Wir haben da eine sehr, sehr vernünftige Rückrunde gespielt. Kompliment ans Trainerteam unter Federführung von Marco Antwerpen, der einen guten Job gemacht hat."
12:20
Niewöhner kommt zum Ende. "Wir arbeiten in den Gremien prima zusammen, vielen Dank!"
12:16
Niewöhner erklärt die Planzahlen: Es stehen immer noch 936.000 Euro an Abschreibungen im Plan. Das "ordentliche Ergebnis" belaufe sich dagegen auf 586.000 Euro, das eben durch die Abschreibungen auf -266.000 Euro sinkt.

"Wir müssen sportlich erfolgreich sein, weil in einem Fußballklub vieles vom Erfolg abhängt. Aber da der DFB uns die Nachlizenzierung ohne jede Auflage erteilt hat, wäre das ein toller erster Schritt."

Also noch einmal: Der SCP plant im laufenden Geschäftsjahr mit einem Minus von 266.000 Euro

"Wir brauchen möglichst schnell Eigenkapital, damit Malte Metzelder seinem Job noch besser nachgehen kann."
12:12
Niewöhner: "Bei Abschreibungen sind wir bei 1,09 Millionen - davon aber 600.000 Euro Spielerwerte. In diesem Jahr werde das noch fällig, dann sei man wieder "auf Null".

Am Ende steht eben ein negatives Ergebnis von -1,823 Millionen Euro. Darin enthalten sind auch 254.000 Euro Beratungskosten aus der Ausgliederung.

Und es "fehlen" wie im Vorjahr 105.000 Euro an Sponsorengeldern, die im Sommer jeweils "vorausgezahlt" wurden. "Das ist alles sauber und korrekt verbucht worden. Das Geld fehlt uns aber eben heute."

"Dieses Jahresergebnis ist, wenn man die Abschreibungen außen vor lässt, zum ersten Mal wieder leicht akzeptabel..."
12:10
Niewöhner: "Wir sehen, dass in allen Bereichen deutliche Einsparungen vorgenommen worden sind." Die erste Mannschaft, der Nachwuchs, die Geschäftsstelle - alle mussten im vergangenen Geschäftsjahr mit weniger Geld auskommen.

"Wir sind an der untersten Grenze angekommen. Wir müssen zusätzliche Einnahmen generieren!"
12:08
Niewöhner erklärt: Der Klub habe vom DFB einen Bescheid erhalten im Zuge der Nachlizenzierung. Damals wurden am Ende 700.000 Euro gefordert. "Diese Summe haben wir nur erreicht, weil uns ein Sportskamerade ausgeholfen hat." Ein kaum verklausulierter Verweis auf Walther Seinsch.

Aktuell haben Gremiumsmitglieder mit 2,2 Millionen Euro Darlehen ausgeholfen.

Niewöhner erklärt zudem die weiteren Verbindichkeiten: Berufsgenossenschaften etc.

Niewöhner präsentiert eine optimistische Folie, in der das positive Eigenkapital der Kapitalgesellschaft dargestellt ist.
Niewöhner erklärt die Steuernachzahlung: "Das ist keine Kritik an unseren Vorgängern. Uns erreichte aber die Aufforderung, Steuern in Höhe von 500.000 Euro zurückzustellen. Wir konnten dies auf 350.000 Euro reduzieren - aber dies ist nicht, was wir uns vorstellen."

Niewöhner erklärt, dass diese Steuern noch aus einer Zeit stammen, in der Finanzbehörden anders gehandelt haben. Zuschüsse für Flutlicht und Rasenheizung, aber auch Sanierungen muss der Verein künftig der Umsatzsteuer unterwerfen. "Das ist höchst umstritten." Aber fest stehe: Damals wurde das anders bewertet, heute würde anders entschieden, daher die Nachforderung.

Der SCP wurde dadurch überrascht, hat einen "renommierten Steuerrechtler" gewonnen, der die Chancen des Klubs positiv bewerte. "Das Thema ist noch nicht erledigt, aber wir sind daran."

Bernhard Niewöhner erläutert die Detailzahlen. Und spricht von einem "großen Klotz". Er spricht von negativen Jahresergebnis.

"Wir verfügen noch über ein positives Eigenkapital von 2,06 Millionen Euro. Das gelang nur deswegen, weil wir im Geschäftsjahr noch Kapital generieren konnten. Das war der Durchbruch, obwohl viele von Ihnen erwartet hatten, dass wir das Geld hätten anders verwenden können. Aber der DFB hat uns gezwungen, unsere Verbindlichkeiten zu bedienen."
Die Bilanz der KGaA

Spannender nun die Bilanz der KGaA: Dank der bisher gezeichneten Anteile in Höhe von 3 Millionen Euro und einer Kapitalrücklage von rund 850.000 Euro lag das Eigenkapital der KGaA zum 30. Juni 2018 bei knapp 4 Millionen Euro.

Weil die KGaA das Geschäftsjahr allerdings mit einem Minus von 1,823 Millionen Euro abschloss, sank das Eigenkapital auf 2,026 Millionen Euro.


Die Bankverbindlichkeiten sanken von 870.000 Euro (2017) auf 505.000 Euro. Erheblich mehr Forderungen entstanden dagegen vor allem durch die Berufsgenossenschaft, so dass noch insgesamt 2,06 Millionen Euro Verbindlichkeiten bestehen.
Niewöhner sagt: "Es hing am seidenen Faden. Wir waren nicht sicher, ob wir heute hier eine JHV würden durchführen können. Ohne Ausgliederung würden wir heute nicht mehr hier sitzen."
11:58
Nun berichtet der kaufmännische Geschäftsführer Bernhard Niewöhner. "Das ist heute auch für mich der erste Bericht in dieser Funktion. Wir haben einige Zeit gebraucht, um uns in die vielfältigen Themen einzuarbeiten."
Bericht zur Finanzlage des Vereins

Der Verein verfügte zum Stand 30.06.2018 ein Eigenkapital in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro. Es gibt aber keine Verbindlichkeiten, der eingetragene Verein ist schuldenfrei und verfügt über Kapital.

Bericht zur Finanzlage des Vereins

Der Verein musste in die Lage versetzt werden, sich an der neuen KGaA & Co. KG zu beteiligen.

Bilanz zum 30. Juni 2018 - der Verein: Wie erwartet und versprochen steht der Verein zum Stichtag sauber da. Aktiva in Höhe von 2,058 Millionen Euro stehen Passive in gleicher Höhe gegenüber.
Bericht zur Finanzlage des Vereins

Eidecker: "Wir haben in der Ausgliederung einiges gelernt, aber auch einiges richtig gemacht."

Gleich gibt es auch noch ein paar Hinweise zu den Steuerrückstellungen, die hier fällig wurden. 800.000 Euro sind eine erhebliche Summe, aber sie stammen aus der Zeit vor der Amtszeit des aktuellen Präsidiums.

Zur Erinnerung: Im Januar 2018 hatten die Vereinsmitglieder die Ausgliederung des Profibereichs beschlossen - rückwirkend zum 1. Juli 2017. Daher sind auch diese Zahlen interessant: Zur Ausgliederung hatte der SCP "stille Reserven" heben müssen. Die umfassten 1,088 Millionen Euro (Spielerwerte), 3,590 Millionen Euro für das Verwertungsrecht der "Marke Preußen Münster" und 2,637 Millionen Euro für wirtschaftliches Eigentum (Haupttribüne).
11:52
Hans-Jürgen Eidecker stellt nun die Finanzlage des eingetragenen Vereins dar und erinnert an die Ausgangslage.

Es geht ums liebe Geld. Beziehungsweise die Abwesenheit davon, wenn man das so sagen darf... Der Klub stellt die Eigenkapitalentwicklung zwischen 2005 und 2017 dar. Das sind noch die Vergleichszahlen aus dem Vorjahr und damit also grundsätzlich bekannt. Zwischen 2005 und 2014 entwickelte sich das Eigenkapital sehr positiv. Ab 2014 stürzte das Eigenkapital allerdings ab. Im Dezember 2017 stellte der SCP ein Minus von 3,128 Millionen Euro dar.


Diese Summe hat sich allerdings rückwirkend noch verschlimmert. Weil dem SCP in den vergangenen Monaten das Finanzamt genauer auf die Finger geschaut hatte, musste der SCP für Steuernachzahlungen rund 790.000 Euro zurückstellen. Wohlgemerkt: Für einen Zeitraum vor dem Amtsantritt des heutigen Präsidiums. Daher verzeichnete der SCP zum 30. Juni 2017 sogar ein negatives Eigenkapital in Höhe von -4,085 Millionen Euro.
11:50
Der Bericht des Präsidenten endet mit Applaus.
Bericht des Präsidenten (5)

"Wir werden noch in diesem Monat die Gespräche mit der Stadt eintreten und eine Projektgruppe bilden. Es gibt in dieser Stadtverwaltung aber niemanden, der schon einmal ein Stadion geplant hat. Deswegen holen wir uns externen Sachverstand ins Boot und dann bekommen wir hoffentlich noch in diesem Jahr wegweisende Planungen hin. Jetzt wollen wir mit aller Kraft Plan B durchsetzen. Ich habe aber ganz leise die Befürchtung, dass 40 Millionen Euro nicht reichen werden. Aber wir haben die Zusage, dass die Stadt das Stadion umbauen wird und aus dieser Verpflichtung werden wir sie nicht mehr entlassen!"

"Wenn in der lebenswertesten Stadt der Welt am Ende eine Wellblechhütte steht, dann werden wir das nicht mitmachen. Es muss eine Spielstätte sein, die der Geschichte des Klubs gerecht wird."
Bericht des Präsidenten (4)

Thema Stadion. Das Stadion als Wahrzeichen des Klubs "ist eine Schande". Darum werde es jetzt gehen - diesen Zustand zu beseitigen.

"Tiefpunkt der Stadiondebatte war die Entscheidung in Bösensell, die Grundstücke nicht mehr zur Verfügung zu stellen. Das war nicht nur mein Tiefpunkt als Präsident, das war ein Tiefschlag in alle Richtungen. Für uns war klar: Die beste Perspektive war der Neubau an anderer Stelle. Das war anstrengend, schon die Suche nach einem Standort. Der Rat hat einen Neubau auf Stadtgebiet abgelehnt, wir haben uns daher auf die Suche gemacht. Wir haben Fachleute einbezogen - der Standort sei ideal gewesen, hieß es."

"Nach dem Aus der Pläne wäre die Konsequenz gewesen zu sagen, das war es. Auch persönlich. Ich brauchte eine Auszeit, um das zu verkraften und Schlüsse zu ziehen. Am Tag der Entscheidung wäre ich zurückgetreten, hätte mich jemand gefragt. Aber dann haben wir uns Zeit genommen - und dann kamen auch die Aussagen aus der Stadt für eine Sanierung an der Hammer Straße."

"In der Situation nach Bösensell wollten wir nicht zurücktreten und sagen: Nach uns die Sintflut. Deswegen haben wir uns in die Hand versprochen: Wir machen weiter, weil wir uns dem Klub verpflichtet fühlen" (Applaus)
Bericht des Präsidenten (3)

Es gibt Applaus für die klare Botschaft des Präsidenten. "Ich wünsche mir aber auch, dass die Wirtschaft in Münster und Münsterland sich ein Beispiel nimmt an Ostwestfalen. Dort gibt es ein Bündnis für einen Verein, dessen Name ich hier nicht nenne. Dieser Klub war hoch verschuldet, aber dann ist aus Kommune und Wirtschaft ein Bündnis gewachsen, der den Klub, dessen Name ich hier nicht nenne, schuldenfrei gemacht hat."

"Wir als Preußen Münster definieren und positionieren uns klar als Klub der Stadt und des Münsterlandes. Wir sind nicht irgendwer! Unsere Mitglieder zeigen auf, wo wir stehen. Es dürfte nicht so schwer sein, dass sich Stadt und Region zu diesem Klub bekennen. Wir brauchen diese Solidarität, wir brauchen sie jetzt! Lasst uns das auch gemeinsam nach außen tragen. Wir sind wesentlicher Bestandteil der Stadt Münster, wir sind keine Bittsteller und keine Förderer, aber wir sind Teil der Stadt!"
Bericht des Präsidenten (2)

Strässer sagt, der Klub habe Geschichte geschrieben. Die Eintragung sei die erste dieser Art beim Amtsgericht Münster gewesen.

"Wir haben eine Botschaft: Wir haben eine sehr, sehr deutliche finanzielle Entlastung erreichen können und einen guten Liquiditätsstand erreicht. Auf der anderen Seite: Wir sind ein Jahr weiter und es hat Erwartungen gegeben, dass der Klub nach der Ausgliederung reich sei. Das ist definitiv nicht der Fall. Nein, wir sind nicht reich."

"Wir beschreiten einen Weg, der nicht morgen schon zu einer Vergrößerung der sportlichen Möglichkeiten führt. Da sind wir noch nicht. Aber die Ausgliederung war ein wichtiger Schritt auf dem Weg, den wir weiter gehen müssen. Und jetzt geht es um den zweiten Teil, nämlich die Ausstattung der ersten Mannschaft."

"Wir haben das ganze Jahr über Gespräche geführt unter ganz schwierigen Bedingungen. Es stand Spitz auf Knopf im Bereich der Lizenzierung. Ich behaupte, ohne unsere Schritte und ohne die Unterstützung einzelner Gremienmitglieder wäre der SCP 2018 nicht in der Lage gewesen, die Lizenz zu erhalten."

"Zur aktuellen Situation in Münster: Ich versuche das so verträglich zu machen, wie es geht. Wir haben viel Lob erfahren, viel Interesse, viel Schulterklopfen. Man wünschte uns dabei viel Glück. Aber bei der entscheidenden Frage kam immer die Aussage, Fußball sei nicht das Kerngeschäft. Steigt erst mal in die 2. Liga auf, dann sind wir dabei."

Das sei der falsche Weg, so Strässer. "Wir brauchen JETZT die Unterstützung. Wir können den Sprung in die 2. Liga nur schaffen, wenn wir jetzt Unterstützung erhalten. Sonst können wir nicht viel erreichen."
11:26
Strässer erinnert an den vergangenen Januar und die Ausgliederung. Der Präsident bittet um Verständnis, dass er als Präsident des Vereins sprechen werde, aber auch als Mitglied der KGaA-Gremien. Da werde es Überschneidungen geben.

Er nennt es einen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte, dass die Mitglieder im vergangenen Jahr mit so großer Mehrheit für die Ausgliederung gestimmt haben.

Grund für die breite Zustimmung sei wohl auch gewesen, dass viele Mitbestimmungsrechte der Mitglieder verankert wurden. Die Ausgliederung sei auch aus heutiger Sicht unverzichtbar für die Zukunft des Klubs gewesen. Man habe dabei sicher nicht alle Fragen beantwortet.
11:25
Bericht des Präsidenten und der Abteilungen... das wird dann etwas umfänglicher. Wir versuchen das der Reihe nach abzuarbeiten. Erst die Reden, dann die Fragen.
11:23
Formalien: Es werden die beiden Protokolle der JHV 2017 und der außerordentlichen JHV im Januar 2018 genehmigt. Große Mehrheit, wie praktisch immer. Aber fünf bzw. 10 Gegenstimmen. Man weiß nicht, wieso.
11:23
Für die Ehrungen der langjährigen Mitglieder gibt es langanhaltenden Applaus. Jetzt geht es weiter.
11:14
Der Präsident "on fire": Aufsichtsratschef Westermann sehe ja aus, als sei er noch nicht einmal 25 Jahre alt... und dann mögen sich die "Betroffenen" zur Ehrung vorne einfinden.
11:13
Zurück ins Leben. Ehrungen stehen an. Für 25 Jahre Mitgliedschaft werden fünf Personen geehrt - darunter Aufsichtsratschef Frank Westermann, der langjährige Preuße Carsten Cramer (heute BVB-Geschäftsführer), der frühere Aufsichtsrat Wilfried Tandetzki, sowie Otto Kiel und Günther Teichmann.

Für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt werden der frühere Schatzmeister Hermann Brück, Rudolf Rickfelder, Klaus Schmäing, Hanns Stoffmehl und Helmut Tigges.

50 Jahre Vereinsmitglied sind Alfred Balkau, Andreas Brodherr, Günther Hennemann, Winfried Krause und Hans Schulte.

Und dann wird es richtig bemerkenswert: Für 70 Jahre Mitgliedschaft wird Bruno Alberternst geehrt.

Und für sagenhafte 80 Jahre Mitgliedschaft wird Helmut Kloer gefeiert. Glückwunsch!
11:12
Jetzt gedenkt die Versammlung der verstorbenen Mitglieder. Dazu zählt auch der frühere Bundesliga-Profi der Adler, Klaus Bockisch.
11:11
Es sind übrigens 277 Mitglieder anwesend, darunter 249 stimmberechtigte Mitglieder.
11:09
Martin Jostmeier aus dem Präsidium übernimmt die Leitung der JHV.
11:07
Es fehlen auch Gremienmitglieder: Walther Seinsch und Siggi Höing sind aus gesundheitlichen Gründen entschuldigt - der Präsident wünscht "alles Gute" und dass beide "alsbald wieder in unserem Kreise seid".
11:06
Der Präsident bittet um Entschuldigung wegen der Terminpanne im Dezember. Das sei nicht gut gelaufen, man werde besser werden. "Ich verspreche, dass das nicht noch einmal vorkommt."
11:05
Der Präsident merkt an, dass der Saal heute nicht so voll ist wie im vergangenen Januar. Logisch natürlich, denn es gibt keine Wahlen und natürlich auch keine große Entscheidung.
11:04
Es geht los, der Präsident begrüßt die Gäste.
Die Tagesordnung

1. Begrüßung
2. Gedenken der verstorbenen Mitglieder
3. Ehrungen
4. Genehmigung des Protokolls der Jahreshauptversammlung 2017
und der außerordentlichen Mitgliederversammlung 2018
5. Bericht des Präsidiums
6. Bericht des Vorsitzenden des Aufsichtsrates
7. Bericht des Vorsitzenden des Revisionsausschusses
8. Bericht des Vorsitzenden des Ehrenrates
9. Entlastung des Präsidiums für das abgelaufene Geschäftsjahr
10. Beiträge
11. Anträge auf Änderung/Neufassung der Vereinssatzung (s. Anlage)
12. Sonstige Anträge
13. Verschiedenes
Am Sonntag um 11 Uhr startet die Jahreshauptversammlung des SC Preußen Münster. Wegen einer nicht fristgerechten Einladung war der ursprüngliche Termin im Dezember abgesagt und in den Januar verschoben worden.